Weinfehler
Es gibt unzählige Fehler, die in der Weinbereitung gemacht werden oder auftreten können. Wir stellen Ihnen hier die bekanntesten und häufigsten vor:
- Böckser
- Korkgeschmack
- Oxidation
Böckser
Er gehört zu den heute noch häufig auftretenden Weinfehlern und ist so alt wie die Weinbereitung selbst. Er wird hervorgerufen durch unsachgemässe Schwefelung oder fehlerhafte Hefetätigkeit. Es bildet sich Schwefelwasserstoff, eine unangenehm nach faulen Eiern riechende Verbindung.
Korkgeschmack
Ursache des Korkgeschmacks ist meist das Auftreten eines Phenolderivates, des 2,4,6-Trichloranisols (TCA), das sich nach heutigem Wissen wahrscheinlich schon an der Korkeiche bildet. Nach dem Verschliessen der Weinflasche mit einem Korken, der eine signifikante Menge TCA enthält, wandert ein Teil des TCA in relativ kurzer Zeit (wenige Stunden bis 14 Tage) in den Wein. TCA besitzt einen der niedrigsten bekannten Geruchsschwellenwerte und ist für geübte Weinprüfer in einem leichten Weisswein schon ab einer Konzentration von 2-3 ng/l als sehr unangenehmer, muffiger Geruch wahrnehmbar.
Oxidation
Durch den Kontakt mit der Umgebungsluft oxidiert der Wein. Dieser Vorgang beginnt bei der Weinherstellung, setzt sich bei der Lagerung fort und endet beim Dekantieren und Degustieren. Bei der Weinherstellung wird der Kontakt mit der Umgebungsluft möglichst vermieden, in diesem Stadium schadet der Sauerstoff dem Wein besonders. Durch allzu starken Kontakt mit Sauerstoff kann der Wein verderben. Eine leicht butterige Note im Bouquet des Weins zeigt die beginnende Oxidation an. Eine bereits fortgeschrittene Oxidation zeigt sich durch eine sherryähnliche Note in der Nase und einen Bitterton im Gaumen. Auch die Farbe verändert sich, der Wein wird orange bis bräunlich.







