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Weinbücher: Erlesene Weine und gelesene Literatur

«Wein und Literatur» ist ein Begriffspaar, dem man häufig begegnet. Liegt es daran, dass Weintrauben sowie Bücher «gelesen» werden? Oder dass ein erlesener Wein ein ähnlich spannender Genuss ist wie ein guter Krimi? Oder hat es damit zu tun, dass gute Texte ebenso flüssig zu konsumieren sind? Ein paar delikate, ausgereifte Antworten finden hier.

Erlesene Weine und gelesene Literatur

Für Weinliebhaber und Gourmets gibt es zahlreiche Weinbücher bzw. Bücher über Wein und solche, in denen Wein eine wichtige Rolle spielt. Das Schöne ist, dass der Leser während der spannenden oder amüsanten Lektüre quasi nebenbei sehr viel über bestimmte Weingebiete oder Rebsorten lernen kann.

Das Wort «lesen» kommt aus dem Lateinischen («legere» – sammeln, auswählen, lesen) und bedeutet, die richtige Auslese zu treffen: Die richtigen Teile beachten, um das Ganze zu erkennen. Die Grundbedeutung findet sich auch in zusammengesetzten Wörtern wie auflesen (vom Boden aufsammeln), auslesen (nach Qualitätsmerkmalen aussuchen) oder handverlesen (nach Einzelbetrachtung ausgesucht). Die Weinlese als sorgsame Ernte von Weintrauben geht tatsächlich darauf zurück. Ebenso bezeichnet «ein belesener Mensch» einen in der Literatur versierten Menschen.

Eine weitere, amüsante Übereinstimmung: Sowohl Trauben als auch Texte kommen, wenn sie gut sind, in die «Presse». Ausserdem werden Bücher heutzutage nicht nur in der Presse gedruckt, sondern auch in Zeitungen, in der journalistischen Presse, besprochen und kritisiert. Welche Bücher Sie am liebsten lesen und welche Weine Sie bevorzugen, ist natürlich Geschmacksache. Doch ein paar kostbare Beispiele stellen wir Ihnen im Folgenden vor.

Weinbücher - Ab in die Presse

In Druck ging Martin Walkers Weinkrimi «Grand Cru». Unter Druck gerät darin Weinliebhaber Bruno, Chef de police, in seinem zweiten Fall. In dem Buch, das Krimi, Reise- und Weinführer in einem ist, geht es um einen amerikanischen Unternehmer, der die Weinberge im malerischen Périgord aufkaufen will. Das Périgord ist ein fantastischer Boden für Spitzenweine, die auch Bruno zu schätzen weiss. Diese Lektüre macht Gusto auf einen edlen Tropfen.

Michael Böckler schuf mit «Vino criminale» einen Krimi, der gleichzeitig ein Weinreiseführer sowie ein kleines Rezeptbuch ist. Es handelt sich dabei um einen Band aus seiner Reihe um Hyppolyt Hermanus. Diese Hauptfigur hat einen Hang zu Wein, gutem Essen und zum Faulenzen, was sie gleich ein bisschen menschlicher und sympathischer macht. Der Autor hat sich auf temporeiche Krimis spezialisiert, die neben einer spannenden Geschichte viel Kenntnis über Weinbau transportieren. Mit einem Glossar am Ende des Buches mit Adressen von Weingütern und Restaurants vervollständigt Böckler sein ausgereiftes Wein- und Weiterbildungsprojekt.

«Trink deinen Wein mit frohem Herzen, denn Gott hat längst seinen Gefallen daran. Prediger 9,7»

Weinwissen, Spannung in der Luft und ein bisschen Wahrheit liegt auch in «In Vino Veritas» von Carsten Sebastian Henn. Sowohl Krimi- als auch Weinfans kommen bei Noah Gordons «Der Katalane» auf ihre Kosten.

René Gabriels Kolumnen haben viele Menschen erfreut und ihr Weinwissen vermehrt. Der «Wein-Wisser» und Erfolgsautor von «Bordeaux total» hat ein Buch mit dem Titel «Weingeschichten» herausgebracht. Über zwanzig Jahre hat sich der Fachpublizist mit Wein beschäftigt und nun grossartige Weinerlebnisse, wertvolle Tipps und unterhaltsame Tagebucheinträge zusammengestellt.

Weinbücher, die Wissen schaffen

Viele Weinführer, Fachbücher und Ratgeber behandeln das Thema Wein und seine Geschichte. Von «Der Weinatlas» von Hugh Johnson & Jancis Robinson bis zu «Die 150 besten Weingüter der Schweiz» von Thomas Vaterlaus findet der Weinliebhaber etliche Nachschlagewerke. Sogar über Weinreisen und Weinwanderwege gibt es exklusive Literatur, wie Stuart Pigotts Buch «Wein weit weg: Expeditionen von Norwegen über den Kaukasus nach China».

Auch die Wissenschaft setzt sich mit dem Thema Wein auseinander. Die wissenschaftliche Arbeit «Der Wein in der Bibel» beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Haltungen der Kirche zum Wein. So empfiehlt Paulus dem Timotheus einmal, Wein zu trinken. Andererseits warnt die Bibel klar vor übermässigem Weinkonsum. Dabei symbolisiert der Weinstock im Alten Testament stets Friede, Wohlstand und Sicherheit. Gott setzt den Wein immer wieder als Segenszeichen ein und Jesus segnet bekanntlich einmal einen Bräutigam mit einigen hundert Litern bestem Wein.

Fest für das Kulturgut

Lesen und lesen lassen: Veranstaltungen wie zum Beispiel das österreichische Festival «Literatur & Wein» in Stift Göttweig widmen sich genussvoll dem Thema Wein und Literatur. Es wird 2019 vom 11. - 14. April stattfinden. Die Liste der dort Lesenden umfasst prominente Namen aus Österreich, Deutschland und aus der Schweiz. AutorInnen präsentieren ihre Texte und Traditionsweingüter stellen ihre Spitzenprodukte vor. Eine genussvolle Kombination.

 


 

«Besser als Wein in Büchern ist aber noch immer der Wein im Glas.»

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