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Chianti – ursprünglich ein Toskanischer Weisswein

Fragte ein Weintrinker im 14. Jahrhundert nach einem Chianti, erhielt er einen weissen Wein. Das lässt sich aus den Geschäftsbüchern des florentinischen Kaufmanns Marco Datini lesen. Die Eintragungen aus dem Jahr 1398 lautet sinngemäss: «Weisswein aus dem Chianti ist billiger als aus anderen Gebieten».

Heute macht die Weissweinproduktion in der Toskana nur noch einen Viertel aus. Sie hat jedoch in den letzten Jahren wieder Boden gutgemacht. Ein wesentlicher Aufschwung kam zwangsläufi8g durch die Einführung der DOCG für den Chianti. Das neue Gesetz verzichtet auf einen vorgeschriebenen Weissweinanteil und lässt lediglich noch einen Anteil von fünf bis zehn Prozent zu, in der Classico Zone gar nur noch zwei bis fünf Prozent.

Not macht erfinderisch

Was aber sollten die Winzer nun mit den überschüssigen Malvasia- und Trebbiano-Trauben anfangen? Not macht bekanntlich erfinderisch. In der Toskana erfand man kurzerhand zwei neue Weine: den Bianco della Lega und den Galestro. Ersterer muss in der Chianti-Classico-Zone gewachsen sein unddarf nur von Mitgliedern des Gallo-Nero-Konsorziums produziert werden. Letzterer ist ein geschützter Markenwein, dessen Herstellung einigen grossen Kellereien vorbehalten ist. Bianco della Lega und Galestro sind modische Erzeugnisse. Die Trauben werden früh gelesen, damit die Weine eine frische Säure bewahren. Sie sind eher leicht und werden jung getrunken.

Von grundsätzlich anderem Kaliber kann der Montecarlo sein. Die Weissweine aus dem Hügelstädtchen in der Nähe von Lucca geniessen seit Jahrhunderten bei Kennern ein grosses Ansehen. Ihre Qualität rührt unter anderem davon her, dass die besten Lagen der Appellation nicht von roten Trauben besetzt sind und dass hochwertige Sorten miteinander verschnitten werden.

Der andere klassische Weisswein aus der Toskana ist der Vernaccia di San Gimignano. Michelangelo liebte ihn. «Er küsst, schleckt, sticht, beisst und schmeisst» - mit diesen Worten hat er ihn charakterisiert.

Eine toskanische Weisswein-Spezialität ist der Vin Santo. Oft ist er süss. Er kann aber auch trocken sein. Gesunde weisse Trauben werden vor der Lese aus dem Rebberg geschnitten und unter dem Dach aufgehängt oder auf Strohmatten gelegt. Um die Weihnachtszeit werden die dann rosinenartigen Trauben abgepresst. Der Jungwein gärt nicht nur einige Monate, sondern volle fünf Jahre im «caratello» genannten Holzfässchen, das in einem warmen Raum steht. Nach jeweils einem Jahr wird ein Drittel des Inhalts in ein zweites Fässchen umgefüllt und das erste mit neuem Jungwein aufgefüllt. So vereinigt der fertige Vin Santo fünf verschiedene Jahrgänge.

Chianti – ursprünglich ein Toskanischer Weisswein Fragte ein Weintrinker im 14. Jahrhundert nach einem Chianti, erhielt er einen weissen Wein. Das lässt sich aus den Geschäftsbüchern des... mehr erfahren »
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Chianti – ursprünglich ein Toskanischer Weisswein

Fragte ein Weintrinker im 14. Jahrhundert nach einem Chianti, erhielt er einen weissen Wein. Das lässt sich aus den Geschäftsbüchern des florentinischen Kaufmanns Marco Datini lesen. Die Eintragungen aus dem Jahr 1398 lautet sinngemäss: «Weisswein aus dem Chianti ist billiger als aus anderen Gebieten».

Heute macht die Weissweinproduktion in der Toskana nur noch einen Viertel aus. Sie hat jedoch in den letzten Jahren wieder Boden gutgemacht. Ein wesentlicher Aufschwung kam zwangsläufi8g durch die Einführung der DOCG für den Chianti. Das neue Gesetz verzichtet auf einen vorgeschriebenen Weissweinanteil und lässt lediglich noch einen Anteil von fünf bis zehn Prozent zu, in der Classico Zone gar nur noch zwei bis fünf Prozent.

Not macht erfinderisch

Was aber sollten die Winzer nun mit den überschüssigen Malvasia- und Trebbiano-Trauben anfangen? Not macht bekanntlich erfinderisch. In der Toskana erfand man kurzerhand zwei neue Weine: den Bianco della Lega und den Galestro. Ersterer muss in der Chianti-Classico-Zone gewachsen sein unddarf nur von Mitgliedern des Gallo-Nero-Konsorziums produziert werden. Letzterer ist ein geschützter Markenwein, dessen Herstellung einigen grossen Kellereien vorbehalten ist. Bianco della Lega und Galestro sind modische Erzeugnisse. Die Trauben werden früh gelesen, damit die Weine eine frische Säure bewahren. Sie sind eher leicht und werden jung getrunken.

Von grundsätzlich anderem Kaliber kann der Montecarlo sein. Die Weissweine aus dem Hügelstädtchen in der Nähe von Lucca geniessen seit Jahrhunderten bei Kennern ein grosses Ansehen. Ihre Qualität rührt unter anderem davon her, dass die besten Lagen der Appellation nicht von roten Trauben besetzt sind und dass hochwertige Sorten miteinander verschnitten werden.

Der andere klassische Weisswein aus der Toskana ist der Vernaccia di San Gimignano. Michelangelo liebte ihn. «Er küsst, schleckt, sticht, beisst und schmeisst» - mit diesen Worten hat er ihn charakterisiert.

Eine toskanische Weisswein-Spezialität ist der Vin Santo. Oft ist er süss. Er kann aber auch trocken sein. Gesunde weisse Trauben werden vor der Lese aus dem Rebberg geschnitten und unter dem Dach aufgehängt oder auf Strohmatten gelegt. Um die Weihnachtszeit werden die dann rosinenartigen Trauben abgepresst. Der Jungwein gärt nicht nur einige Monate, sondern volle fünf Jahre im «caratello» genannten Holzfässchen, das in einem warmen Raum steht. Nach jeweils einem Jahr wird ein Drittel des Inhalts in ein zweites Fässchen umgefüllt und das erste mit neuem Jungwein aufgefüllt. So vereinigt der fertige Vin Santo fünf verschiedene Jahrgänge.

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